25.06.2016 – 11.07.2016 / 467. – 483. Tag

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Eine Seefahrt ist lustig, nur nicht für mich aber ja, ich bin gut angekommen. Eine Speedbootfähre hat mich innerhalb von 1,5 h nach Malaysia/Port Dickson in die Ruhe gebracht. Es st wirklich so. Sofort habe ich diese Stille im Land gespürt. Sofort wurde auch ich wieder ruhiger, zufriedener, stiller. Schnell hatte ich auch das entsprechende Hostel gefunden und danach gab es gleich mal ein gekühlte BIER UND NICHT IMMER DIESE WARME BRUEHE. Morgen geht es weiter. Ich bin guter Dinge.

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…und es ist wunderbar. Genau so habe ich es mir in Asien auch weiterhin vorgestellt. Ich bekomme leckeres, abwechslungsreiches Essen an sauberen Tischen, kaltes Wasser, wenn ich es möchte und alles ist angenehm für das Innere. Wie wirklich angenehm ist es doch Strassen ohne zermürbenden Verkehr zu fahren. Alle bewegen sich aufmerksam, rücksichtsvoll und intelligent ihrem Ziel entgegen. Ich komme ans Meer, kann baden gehen, werde nicht jeden Meter mit “How are you Fragen genervt” und die Menschen sind trotzdem freundlich, aufmerksam und liebenswürdig.

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Ach es ist einfach schön und das habe ich heute auch mehrfach durch lautes Rufen auf dem Rad zum Ausdruck gebracht. Jetzt bin ich wieder froh unterwegs zu sein. Wie bedrückend ist doch all dieses Elend, dieser Dreck und in Indonesien insgesamt gewesen. Und wie schön, wie wohltuend ist es jetzt unterwegs zu sein.

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Ankunft in Kuala Lumpur …und das in Rekordzeit von 4:50 h für 94 km. Es war heiss aber es rollte doch wirklich gut. Zu Beginn konnte ich noch kleine Strassen fahren, doch irgendwann stand ich vor der Auffahrt zum Expressway und leider gab es an der Stelle keine andere Möglichkeit weiter zu kommen. Also bin in raufgefahren und habe mir nicht mehr allzu viele Gedanken gemacht. Es hat sich auch keiner beschwert, weder gehupt, noch geflucht und schon gar nicht gedrängelt.

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Dann hielt mich der überaus freundliche Derek aus Schottland in einer Petronas-Tankstelle über zwei Stunden mit spendierter Cola, Nudeln und Wasser auf. Wir haben uns wirklich super unterhalten, nachdem ich mich von einem Hitzekollaps einigermassen erholt hatte. Völlig schwindlig, an Arme und Beine zitternd, schleppe ich mich in das klimatisierte TS-Office. Die ersten kühlenden Cola-Schlucke konnte ich nur, mit beiden Händen fest die Tasse umklammernd um nichts zu verschütten, trinken. Da hatte ich wohl doch zu viel gepowert bei 38-42 Grad Cel. auf der Strasse. Gegessen hatte ich auch nichts und so bekam ich umgehend die Quittung.

Als nächstes hielt mich Daniel, ein Malaye mit seinem Auto, auf dem Expressway-Seitenstreifen an. “Ich habe dich in Titan bereits gesehen”, schrie er mir total freudig aufgeregt entgegen. “Woher kommst Du? Oh man das ist ja Wahnsinn, dass ich dich jetzt hier wiedersehen. Wie schnell bist Du denn?” Schenkte mir ein kaltes Iso-Getränk, einen Schokoriegel, notierte sich meine Email und brauste winkend davon.

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Immer dichter rückten nun die Wolkenkratzer zusammen. Zwischen der Wolkenkratzerfassade tauchten dann auch die alles überragenden Petronas-Tower auf und alles reckt sich in den Himmel. Eine beeindruckende Szenerie einer modernen, asiatischen Stadt. Keine Vergleich zu Manila und Jakarta. Überall drehten sich weithin sichtbar Baukräne für neue, weitere Wolkentürme. Das Rad durch die blitzblanke Glas-/Marmor-/Stahllobby bis an die Rezeption eines Hotels schiebend, vorbei an staunenden Putzmännern, haufenweise Touristen und natürlich lautstark, kreischenden, chinesischen Herdentieren, nahm ich mein Zimmer in Beschlag. Natürlich wurde mein Rad mit einem Lastenaufzug ebenfalls in das piekfeine Zimmer in die 26. von 38. Etagen!!! transportiert. Wie gesagt, dies ist nur ein Hotel. Der Ausblick vom wirklich begehbarem Balkon war überwältigend. Manchmal, immer mal wieder, erstaunen mich die Menschen in Asien doch noch!

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In den nächsten Tagen muß ich mich um meine nächsten, notwendigen Visa für Vietnam, Myanmar und Indien kümmern. Die Botschaften oder die ermächtigten Agenturen, liegen über das Stadtgebiet verteilt und so bin ich zwei Tage für die Formalitäten unterwegs. Für Vietnam und Myanmar klappt die Visabeschaffung schnell und reibungslos. Für Indien mit einer Agentur, stellt sich das schwierig und dann am Ende als nicht möglich dar. Ok, ich mache mir keinen Stress, da kommen ja noch einige Länder / Hauptstädte in denen ich das Visa für Indien beantragen kann.

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Alle anstehenden, wichtigen Dinge sind erledigt und nun habe ich auch Gedanken und Zeit die Stadt zu erkunden. KKL gefällt mir von Tag zu Tag besser.  Ich finde die wirkliche Altstadt, lasse es mir mit lokalen Gerichten schmecken, nehme die angenehme Atmosphäre in mich auf. lasse sie wirken und finde auch noch ein kleines, gemütliches Hostel für die weiteren Tage.

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Es ist weiterhin wunderbar ruhig auf den Strassen. Immer wieder ist die Betonwüste von Grünflächen, Parks und Erholoasen durchsetzt. Auch nehmen es die Malaien ganz gelassen und easy mit dem Ramadan. Überall bekomme ich trotzdem Essen, niemand regt sich auf. Obwohl doch hier der Islam als Staatsreligion ausgerufen ist. Nicht so in Indonesien und doch läuft das dort alles sehr viel strikter, sehr verbissener ab.

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Den Tag über bin ich heute mit einer kleinen Chinesin durch die Stadt gelaufen. Sie wurde gestern von einem Inder verfolgt und belästigt und hat sich alleine nicht mehr in die Stadt gewagt. Tja die Inder, das ist schon ein eigenartiges, besonders gegenüber Frauen, unteren Kasten und anders Denkenden, respektloses Volk. So lese ich über Brautverbrennungen nach der Hochzeit, wenn die Mitgift nach Meinung des Bräutigams zu gering ausfiel, Misshandlungen und vielen schlimmen Taten. Wen es interessiert hier ein Literaturhinweis Indiens verdrängte Wahrheit: Streitschrift gegen ein unmenschliches System von Christoph Hein, Georg Blume

Am kommenden Morgen ging es dann wieder wie gewohnt auf dem Expressway stadtauswärts und keiner wie gewohnt stört sich daran. Nicht die Polizei, nicht die Mautstellen und schon gar nicht die Auto-/Bus-/LKW-Fahrer. 44 Grad Cel. waren es um 15:00 Uhr immer noch und nicht nur mein Schweiß, auch die für mich notwenige Flüssigkeit, flossen an und in meinen Körper hinunter. Schattenspendende Vegetation gab es keine, eine frische Brise vom Meer auch noch nicht und so sag auch gegen 18:00 Uhr die Temperatur nicht unter 35 Grad Cel.

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An der Küste bin laut GPS heute bereits angekommen. Gesehen habe ich das Meer allerdings noch nicht. Ich habe mich erst einmal schnell in das AC gekühlte Zimmer geflüchtet und mit lauwarmen Wasser duschen können, 48 RM kostet die Übernachtung in einem sauberen, klimatisierten Zimmer. Keine Gewissensbisse aufkommen lassen, ich werde schon noch genug im Zelt schlafen können und erholen kann ich mich natürlich besser in einem klimatisierten Raum bei immer noch 35 Grad gegen 18:00 Uhr.

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Die Tage bleiben, mit einer durchschnittlichen Temperatur von 44 Grad Cel., weiterhin tropisch heiß. Weiterhin muss ich auf grossen Strassen ohne Schatten voran kommen. Die Sonne setzt nicht nur meinem Inneren, sondern auch meiner Haut mächtig zu. Kleine Blasen auf den Händen, Unterarmen und Oberschenkeln lassen sich trotz Lichtschutzfaktorcreme 50+ nicht vermeiden. Trinken, trinken kaltes Wasser sind meine Gedanken. Immer wieder halte ich an, suche mir klimatisierte Shops und bringe meine Körpertemperatur, meinen Puls in einen angenehmen Ruhebereich. Gebe meiner Haut die notwendige Erholungspause.

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Viel Abwechslung habe ich über Tag nicht. Ich komme durch einige Städte, viele Dörfer aber das war es auch schon. An die Küste komme ich nicht, denn das GPS zeigt mir keine Alternative zur Route auf den grossen Strassen an. Die Hitze flimmert, die Reifen können nicht wirklich rollen, auf dem weichen Asphalt. Das Ziel in der Ferne sehe ich nur schemenhaft, fast erscheinen mir die Städte wir eine Fata Morgana. Die Fehen fehlen, die mich mit ihnen sehnsuchtsvollen Stimmen in die Irre locken. Ich bleibe auf der Strasse, neige den Kopf, will mein Gesicht, meine Lippen vor der Hitze schützen und trete kraftvoll weiter.

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Wann ist der Ramadan zu Ende, frage ich einen Mann am Strassenrand. “So Allah will“, ist die erste Antwort. Die Zweite: ” Nach dem Kalender am kommenden Wochenende.” Dann dürfen alle Muslime auch wieder tagsüber Essen und Trinken, und ich finde bessere Versorgungsmöglichkeiten. Denn nur vereinzelt finde ich offene Garküchen von Chinesen betrieben. Doch auch die Chinesen halten sich etwas zurück mit der Zubereitung von Essen zwischen Sonnenauf- und -untergang. Nur ist es bei dieser Hitze nicht einfach wirklich etwas zu essen, also Energie aufzunehmen. Halte ich an, bringe meine Beine neben dem Rad auf dem Boden, brennen mir sofort durch die Schuhe die Füße vom heißen Asphalt und die Schweißrinnsale zeichnen helle Bahnen über meinen verstaubten, schmutzigen Körper. Meine Augen brennen vom Schweiß und ich zwinge mich wenigstens etwas Gemüse runter zu bekommen. Oft lasse ich das Essen einfach stehen. Es macht keine Sinn, ich habe keine Appetit.

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Die chinesischen Garküchen-Betreiber preisen ihre Speisen an, erklären mir was in den Pfannen schnorrt und das es natürlich höchst bekömmlich ist. Sie wollen ein Geschäft in der geschäftsarmen Zeit des Ramadan machen. Wollen wie immer, nur nehmen, selten geben. Lächeln selten, nie, wollen nur verkaufen, stellen keine Fragen, sind an dem woher / wohin nicht interessiert, haben nur einen Blick für das sich ergebende Geschäft. Anders die Malaien, sie fragen, lächeln, sind neugierig, bitten mich Platz zu nehmen, hier muss ich nicht vor dem Essen nach dem Preis fragen, hier bin ich mir sicher nicht lächelnd, wie bei den Chinesen, betrogen zu werden. Immer sind sie offenen Herzens. Und dann gibt es da noch die Inder, die in keiner der beschriebenen Kategorien passen. Die mich aus ihren dunklen, immer schwarz und damit bedrohlich wirkenden, tiefliegenden Augen misstrauisch, so interpretiere ich ihre Blicke, anschauen. Mir distanziert, abwartenden, mit dem typischen waagerechten Kopf-Schüttel-Nicken, was alles bedeuten kann, gegenüber treten. Sie machen nur Geschäfte, wenn sie es wollen. Verzichten eher, wenn sie sich ihres Gegenübers nicht sicher sind. Was ist das für ein eigenartiger Typ, der mir da schweißgebadet gegenüber steht, welchen Stand hat der wohl in seiner Gesellschaft, will der wirklich essen, diese Fragen lese ich mitunter in ihren Gesichtern. Ihre Preise stehen fest und sind nicht verhandelbar.

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Mein Plan über die grosse Brücke nach Georgetown zu fahren wird durch wildes Rufen und Winken der Mautkassierin und Sicherheitsleute gestop. Gleich sind auch zwei uniformierte Herren zur Stelle. “Nein hier können sie nicht mit den Rad rüber. Die Benutzung ist nur für Autos und LKW, auch nicht für Mopeds gestattet.” Höflich, aber bestimmt erfahre ich, was ich ja bereits vorher auf zahlreichen Verkehrsschildern gesehen hatte. Aber ich kann es ja auch mal wieder so probieren. Ok, das geht nicht, wie komme ich dann rüber auf die Insel, frage ich. Sie zeigen nach Westen und sagen, dort sei eine Fähre. Für 1,40 RM bringt mich eine Fähre in 30 min auf die Insel Penang in die Hauptstadt Georgetown. Das passt. Wild schaukelnd und irgendwie in Schlangenlinie fahren wir über die Meerenge.

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Georgetown zeigt sich als einer dieser immer gleichen Touristen-/Backpackerhotspots. Viele Hotels, viele Kneipen mit westlichem Flair. Natürlich die üblichen Souvenirläden,  Travel-Agenturen usw. Es gibt viele Garküchen, ein indisches und chinesisches Viertel. Tempelanlagen für alle Götter der gläubigen Menschen und jede Menge, sehr schöner Street-Art.

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In einer chinesischen Garküche treffe ich Eurielle aus Frankreich. Wir kommen beim Essen ins Gespräch, und ziehen dann bis weit nach Mitternacht gemeinsam durch die Strassen. Sie arbeitet hier in einem Hostel und kennt einige witzige sehr billige  Küchen und Bars.

Ich bekomme eine Tipp, dass die nahegelegenen Berge, das Waldgebiet sehr eindrucksvoll sei und beschliesse dort am kommenden Tag mit dem Rad hinzufahren und ggf. am Strand zu übernachten.

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Warum ich nun diesen anstrengenden, lang Weg, durch wieder einmal eine nicht bedeutende Landschaft gefahren bin, weiß ich echt nicht! Viele Anstiege, viel monotone Strecke, keine wirklich schöne Bilder für den Kopf, dafür jede Menge Anstrengung, Schweiß, und anstrengender Ausflugsverkehr. Am Abend erreiche ich eine schöne, kleine Stadt am Meer in der ich spontan bleibe und mit ein Hotel suche.  Ich hätte hier nie einen ruhigen Platz am Meer gefunden. Am Abend bummle ich noch durch die sehr belebte Hauptstrasse. Viele große Garküchen haben geöffnet. Alle Bereiche sind gerappelt voll. Die Menschen feiern, sind fröhlich, ausgelassen. Viele Händler öffnen ihre Stände erst nach Einbruch der Dunkelheit. Noch einmal gehe ich im Dunkeln an den Strand. Setze mich auf einen Stuhl und schaue über das Meer in die dunkle Ferne. Es weht ein starker Wind, ja teilweise mit sehr heftigen Böen. Bis weit nach Mitternacht höre ich das Stimmengewirr.

Wieder in Georgetown suche ich mir ein neues Hostel, erkunde noch einmal die Stadt, die alten Viertel, das chin. und indische, koste jede Menge leckere Sachen und treffe unverhofft einen holländischen Radler, von dem ich viele Infos für meine Weiterreise bekomme. Ein freundlicher Mensch, mir sofort sympathisch.

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Die Muslime und Buddhisten feiern ein Strassenfest, die Inder die Einweihung / Eröffnung eines neuen Tempels. Alles direkt neben einander. Alles mit der jeweiligen Musik verbreitet unter Benutzung riesiger Lautsprecher und voller, maximaler Lautstärke. Polizei ist nicht viel zu sehen, jede Glaubensgemeinschaft organisiert ihr Umfeld, ihr Fest, seine Gäste irgendwie selber und das klappt hervorragend. Alle sind friedlich, feiern zusammen, tanzen gemeinsam. Es gibt kostenloses Essen.

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Auf dem Expressway geht es die ersten 40 km Richtung Thailand. Dann wird die Strasse zweispurig und roher. Gegen Mittag habe ich wieder einmal einen Platten. Man das nervt aber schon, denn natürlich muss ich immer aller abbauen und diesmal sitze ich in der prallen Sonne, 41 Grad und flicke den Schlauch. Ein dünner Draht war diesmal die Ursache und glücklicherweise finde ich diesen auch gleich. Bei der Gelegenheit tausche ich hinten gleich einmal den Reifen wieder auf den Originalmantel. Vorab klebe ich an der gekennzeichneten Stelle ausreichend Panzerband, um ggf. durch die immer noch vorhandene Ursache, welche ich leider immer noch nicht gefunden habe, nicht wieder einen Platte verursacht.

Danach habe ich so gut wie kein Wasser mehr und muss mich schnellstens um neues kümmern. Und welch Glück, ich komme in einem kleinem Dorf an einem Fest vorbei, werde zum Essen eingeladen, bekomme ein süßes mit Eis gekühltes Getränk und trinke es wieder einmal mit einigem Bedenken.

Baling zeigt sich als ein trostloser Ort. Es wundert mich, das es so gut wie keine Garküchen gibt und ich finde auch keinen wirklichen Supermarkt. Ein Hotel finde ich zwar, muss aber lange um einen kleinen Nachlass von 10 RM feilschen. Na morgen geht es dann doch noch nicht nach Thailand. Ich habe gerade die Sicherheitshinweise gelesen und entschieden nicht den ursprünglich geplanten Grenzübergang zu benutzen, sondern ich werde doch noch einmal wieder Richtung Küste fahren und über ein sicheres, thailändisches Gebiet nach Thailand einreisen.

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Also bin ich heute morgen dann doch nicht in das Terrorgebiet um Saba Yoi, Gala und Pattani nach Thailand gefahren, sondern habe mich zu einem sicheren Grenzübergang weiter westlich aufgemacht. Die über den ganzen Vormittag anhaltende Bewölkung liess dann auch ein flottes Vorankommen zu. Zeitweise ging es aber auch über einige Anstiege, wunderbarerweise aber auch immer mal wieder leicht beschattet. Und dann hatte ich am Abend doch die Strecke bis kurz vor die Grenze geschafft. So kann ich morgen früh gleich zeitig an die Kontrollpunkte fahren und bin dann hoffentlich auch bald nach Thailand eingetaucht.

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Ankunft in der Grenzstadt Changlun und leider habe ich Heute noch einmal eine unangenehme Seite der indischen Garküchenbetreiber erfahren müssen. Immer wieder habe ich bei diesen Leuten das untrügliche Gefühl über den Tisch gezogen zu werden. So auch heute. Leider nicht schön.

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