11.05.15 – 82. Tag Aufbruch Richtung Mashhad Unser Tehran-Team hat sich aufgelöst. Mit Matthew, dem Deutschen in Holland lebenden Australier bin ich jetzt alleine unterwegs. Es ist schon ein anderes Fahren, als in der Gruppe und ich muss mich ziemlich umstellen.

Auch das große Rad hilft nicht

Auch das große Rad hilft nicht

Im Tehranerverkehrschaos kommen wir schleichend stadtauswärts. Dann endlich wird der Verkehr weniger und wir sind über die Stadtgrenze Tehrans hinaus. Natürlich war es gut das er ein Navi hat und wir nicht fragen brauchten. Aber diese Pausenzyklen sind schon sehr hinderlich. Am ersten Tag gab es viele lang gezogene Steigungen zu fahren und dazu ein irrsinniger LKW Verkehr. Abends finden wir erst mit eintretender Dunkelheit eine Stelle zum zelten. Wir campen ca. 50 km vor Firuzkuh. Der Guduk-Pass bei 2018 m liegt noch vor uns und bis zum Kaspischen Meer ist es auch noch ein Stück.

Auf der Passhöhe

Auf der realen Passhöhe

Viele kleine Passhöhen gilt es an diesem Tag zu überfahren. Die Dieselschwaden der sich aufwärts quälenden LKW’s hüllen mich ein. Überholte werde ich von den Russkanonnen an jeder erdenklichen und ihrer Meinung nach möglichen Stelle. Es ist ätzend. Gegen Mittag erreiche ich schweißnass aber erleichtert, die wirkliche Passhöhe. Dann erlebe ich eine Abfahrt, die es so in meiner Radzeit noch nicht gegeben hat. Ich rase mit 81,9 km/h dem Tal, dem Meer entgegen. Jetzt bin ich endlich einmal dran mit überholen. Ich geniese den frischen Wind und winke den LKW-Fahrern zu. Mehrfach fahre ich auf der Ca. 40 km langen Abfahrt an Polizeikontrollen vorbei. Ihrer Rufenden Aufforderung langsamer zu fahren kann und will ich nicht nachkommen. Wie schnell ich bin, hatten sie auf Ihrem Radargeräten sicher gesehen. Im unteren Drittel rückte die Felsen dann enger zusammen, durch die Kaminwirkung schlug mir ein heftiger Wind entgegen. Allerdings war auch schon das Wasser des Kasp. Meeres zu riechen.

image

Lange mussten wir auf den Kontakt von Ali Tehran warten. Immer wieder meldete er sich per Telefon, weil er die große Ausfallstrasse Richtung Tehran nicht fand. Der Besitzer und seine Freunde machten sich auch bereits über ihn lustig. Unter dem Motto, …die Straße kann man nicht verfehlen…! Da er aus Baboll kam und diese Stadt ca. 19 km entfernt lag, erklärte sich das Suchen wirklich nicht. Als er dann endlich da war, erklärte sich vieles. Der Typ war total nervös und ziemlich aufgeregt. Er sprach deutsch, das hatten wir ja bereits am Telefon erfahren. Er sagte uns zu die Räder bei einem Freund in Qa’em Shahr unterstellen zu können und uns dann mit dem Auto nach Baboll zu fahren. Auch diese Aktion geriet zu einem ziemlichen Durcheinander. Wir fuhren kreuz und quer durch die Stadt, hielten dann irgendwann auf einem Platz, dort stand sein Freund, der uns später als Mitarbeiter seines Milchverarbeitungsunternehmens vorgestellt wurde. Der Pickup stand bereit die Räder aufzunehmen, doch dann erklärte der Mitarbeiter es sei gar nicht so weit und wir könnten den Weg auch noch mit dem Rad fahren. Also führen wir ihm hinterher und, ich nenne ihn mal Shamid, fuhr uns hinterher. Das Haus erreichten wir nach kurzer Strecke und die Räder bleiben erst einmal im Hof stehen. Wir wurden auf eine Farm in Baboll zu den Eltern von Shamid gebracht. Sehr herzliche Menschen. Der Vater bereits 94 Jahre alt aber fit wie ein 60jähriger. Auch hier verbreitete Shamid die ihm wohl angeborene Hektik. Immer wieder informierte er uns über seine Pläne für den Abend. Irgendwann nach der Dusche verschwand er, er müsse noch Kunden Besucher, erklärte er uns. Nachdem wir mit viel Tee und Obst bewirtet wurden, übernahm sein jünger Bruder unsere Betreuung. Und er machte es hervorragend. Zuerst fuhren wir zu seine Freunden, die Kebab grillten und Schnaps ausschenkten. Echt schräge Typen. Voll die Kraftpakete, aber sehr sehr freundlich. Da sie aber schon ziemlich angetrunken waren, war die Stimmung doch arg. Danach ging es zu einem weiteren Freund, der illegal Bier braute. Eine Flasche wurde spendiert und das Bier schmeckte für selbst gemacht nicht schlecht. Zurück bei den Eltern gab es Rinderkebab und das Bier. Da die Eltern und auch der Shamid Moslems sind, mussten wir, Kahid und ich, dass Bier schnell und versteckt trinken. Insgesamt gehört die Familie wohl zum guten Mittelstand in Iran. Das Haus war groß, moderne iranische Möbel, grosser Flatscreen. Am Morgen gab es dann ein umfangreiches Frühstück, eine herzliche Verabschiedung und natürlich das Versprechen wieder zu kommen.

image

Das Kaspische Meer erreichten wir bei Bandar Gaz ein kleiner Ort, der wohl auch als Ausflugsort genutzt wird.

Kaspisches Meer bei Bandar Gaz

Kaspisches Meer bei Bandar Gaz

Immer wieder bin ich tagsüber wirklich froh, dass wir größtenteils den Seitenstreifen benutzen können und so doch etwas aus der Schusslinie des LKW-Verkehrs kommen. Aber manchmal reicht auch dieser Abstand nicht aus um nicht die Nerven zu verlieren. Am Morgen regnet es leicht. Wir beeilen uns die Zelte verpacken und alles auf den Rädern zu verstauen. Finden wir Nebenstraßen die wir nutzen können, wenn auch etwas mehr Kilometer zu fahren sind, so nutzen wir diese zur Entspannungsfahrt. Weniger Autos, weniger Hupen und weniger Lärm. Natürlich werden wir weiter angehupt, teils als Gruß, teils als Platzmacher, aber auch weiterhin werden wir immer wieder beschenkt, eingeladen und mit Tee versorgt. Die Landwirtschaft an den Straßen ändert sich täglich und so werden wir auch einmal tagsüber mit Erdbeeren beschenkt. Vor Ali Abad müssen wir wieder auf die 22E und schon holt uns der Stress wieder ein. Die Durchfahrt durch Gorgan ist chaotisch. Niemand hält sich an Regeln. Ich werde von einem Auto völlig ignoriert und angefahren. In den Augen erkenne ich keinerlei Schuldgefühl. Der Regen über Tag hat uns tüchtig zugesetzt. Dicker, matschiger Strassendreck bedecken das Rad, die Taschen und mich.

image

Gegen späten Nachmittag erreichen wir Ali Abad. Hier haben wir einen weiteren Kontakt von unserer Bekanntschaft aus Tehran erhalten. Natürlich gibt es wieder Tee, Obst und Süsswaren. Anschließend fahren wir zu einem Wasserfall, der sich allerdings als Tourinepp!!! herausstellt. Für die Iraner allerdings ist es in der täglichen Tristes eine Abwechslung.

Wasserfall in der Nähe von Ali Abad

Wasserfall in der Nähe von Ali Abad

Abends geht es dann mit dem Auto in die nahegelegenen Berge. Wir sitzen unter einem Vordach am Lagerfeuer und essen bei einem Bauern Hühnchenkebab. Das Gekreische der frisch geschlachteten Hühner hatten wir kurz nach unserer Ankunft mitanhören können. Im Laufe der Nacht kommen auch noch jede Menge Leute. Ein komischer Lokalpolitiker, der sich ziemlich wichtig nimmt, allerdings kein Wort englisch spricht, versucht mit Google Übersetzer irgendetwas hinzu bekommen und scheitert jämmerlich. Ein iranischer Sänger, soll aus Funk und Fernsehen bekannt sein, spielt ein paar schmachtende Songs auf seiner Gitarre und dann noch ein weiterer Freund. Der Bauer bereitet in der Zwischenzeit die Hühnchen zu. Alles ist sehr abenteuerlich, da ich nie weiß was als nächstes kommt. Sofort nach dem Essen springen alle Iraner auf und erklären die Party für beendet. Komische Eigenart, die auch beim Essen zu Hause praktiziert wird. In stockdunkler Nacht und Regen springen wir in das Auto und rasen mit null Sicht für die Strasse durch die Berglandschaft. Ich weiß nur, das die Nacht noch nicht zu Ende ist, das weitere Überraschungen auf mich warten. Wir erreichen die Stadt und halten in einer dunklen Seitenstraße. Was kommt wohl jetzt, frage ich mich ? Hinter dem Tor, an dem unser Guide geklingelt hat, macht sich dem Gebelle nach ein ziemlich großer Hund zu unserem Empfang bereit. Das Tor öffnet sich und wir werden herzlich von einem bärtigen Iraner, Typ Shahram Nazeri, mit Umarmungen, Wangenkuss und kräftigem Händedruck empfangen. Der riesige Hütehund liegt lauernd im Dunkeln. Im einem Obergeschosszimmer sitzen jede Menge Leute und hören dem Taarspiel zu. Als wir das Zimmer betreten verlassen erst einmal alle Gäste das Zimmer. Nur der Hausherr und seine beiden Söhne bleiben und reichen uns Tee. Uns zu Ehren wird dann traditionelle Musik mit Gesang und Taarbegleitung dargeboten. Sehr stimmungsvoll und einmalig. Ich bin von der Stimmung sehr eingefangen. Anschliessend geht es bei Regen zurück in die Stadt. Wir halten mal hier mal dort und da wir weiterhin wissen, was als nächstes kommt, ist es eine komische Situation. Mittlerweile ist auch bereits 24:00 Uhr. Den Zweck der Rumfahrerei erfahre ich, als dann einer der Freunde aussteigt und später in der Wohnung mit zwei Flaschen Schnaps auftaucht. Am Haus der Eltern halten wir auch noch und laden Töpfe mit frischem Essen ein. Nachts um 01:30 Uhr gibt es dann in der Wohnung des Bruders wieder etwas zu essen. Nach zwei Gläser Wodka falle ich müde, mich vor dem Trinkgelage rettend, auf die Matte.
Am nächsten Tag fliegen wir bei leichtem Rückenwind dann schön die Straße entlang. Mittag haben wir in Minu Gashd gemacht und hier hatten wir dann auch unsere erste Polizeikontrolle. War aber wohl Routine, denn wir konnten nachdem wir bestätigt hätten, immer im Hotel zu schlafen, zeitnah weiterfahren. Die Fototermine auf der Straße reißen nicht ab und wenn wir dann noch alle Einladungen zum Tee annehmen würden, wären wir noch nicht sehr weit gekommen.

image

Bei Minu Gashd

Gegen Nachmittag setzte dann kleine Steigungen und Nieselregen zu. Morgen werden wir dann den letzen Pass in Iran überfahren und ich denke in 3-4,Tagen in Mashad sein. Heute haben wir einen wundervollen Zeltplatz am Rande von Loveh gefunden.

Zeltplatz bei Loveh

Zeltplatz bei Loveh

Unmittelbar neben den Zelten ist ein kleiner Bach, ich höre im Zelt das Rauschen. Viele Dorfbewohner haben uns besucht. Wir haben ein Feuer gemacht und lecker gekocht. Ich fühle mich Abends immer sehr wohl im Zelt und genieße das zeitige Schlafengehen.

image Ich hatte mich gestern Nacht gerade wollig in meinem Schlagsack gekuschelt, als wir noch Besuch bekamen. Der Dorfbewohner den wir nach dem Zeltplatz gefragt hatten stand mit seinem Sohn vor unseren Zelten. In der Hand ein Riesenteller mit Reis und Hühnchen und eine Tüte mit Äpfeln. Nein sagen könnten wir nicht, also wieder raus aus dem Zelt, Hosen anziehen. In der Zwischenzeit hatte er schon das Feuer wieder angefacht und wartet auf uns. Leider waren wir ziemlich satt von unserem Essen und konnten uns wirklich nicht viel von seinem Essen reinzwingen. Hussein sah mit seinem Sohn Hassan am Feuer, rauchte locker ein wenig Opium und schaute uns beim Essen zu. Irgendwann stand er dann auf und wir konnten endlich wieder ins Zelt zurück.

Zwei liebe Nachtgespenster

Zwei liebe Nachtgespenster

In der Nacht regnete es zwar ein wenig aber am Morgen wecke uns heller Sonnenschein. Gegen 10:00 Uhr saßen wir dann auf den Rädern und hatten das Dorf und seine freundlichen Bewohner hinter uns gelassen.

image

Stetig ging es den Vormittag über bergan. Gegen Mittag, Radfahrer werden mir das bestätigen, habe ich immer wieder mal das Gefühl, das jemand das Rad hinten festhält. Dann heißt es Pause machen bis die Kraft wieder zurück kommt. Bis zum Mittag war die Landschaft, eingesäumt von Berghängen unfassbar grün, mit schattenspendenden Wäldern, glatten Straßen und Windstille.

Im Golesan Nationalpark

Im Golesan Nationalpark

Nach der Tunneldurchfahrt von 50 m, die bereits per Schild 22 km vorher angezeigt wurde, änderte sich die Landschaft mal wieder komplett. Zunehmend verschwanden die Bäume, es bleiben nur noch vereinzelte Büsche und auch diese waren irgendwann vor Minu Dasht verschwunden. Ab hier hatten wir dann auch wieder 38 Grad und es ging rauf auf 1460 m. Am Nachmittag setzte uns dann heftiger Kantenwind zu. Wir müssten doch arg kämpfen um Chaman Bid gegen 18:00 Uhr zu erreichen. Wieder hieß es Essen und ein Nachtlager besorgen. Schnell geregelt war die Essensbeschaffung. Wir waren noch nicht einmal von den Rädern runter, da stand schon Tee auf dem Tisch. Mit dem Nachtlager versuchte ich es wieder einmal in einer Moschee. Leider fand ich keinen Muizin den ich fragen konnte, wieder der Hinweis es doch beim roten Halbmond zu versuchen. Wieder, nachdem mit dem Chef telefoniert wurde, eine Absage. Der Besitzer des Ladens organisierte uns dann einen Gebetsraum hinter der Moschee. Morgen wollen und müssen wir dann in Bojnurd ankommen. Meine Rechte Pedale hat es schon wieder entschärft. Made in Iran

Das zweite Paar ist durch

Das zweite Paar ist durch

Glücklicherweise trafen wir unterwegs einen Travelagent mit einem Pickup voller MTB-Räder. Er sagte mir die Reparatur in Bojnurd zu. Also zwei Tage, 160 km improvisieren.
Die kommende Nacht haben wir in Ruhe verbringen können. Als wir um 09:00 Uhr auf dem Rad saßen, versprach der wolkenlose Himmel einen schönen Tag. Die leichte Abfahrt aus Chaman Bid genossen wir natürlich nach den gestrigen letzten, quälenden Kilometern. Ich bin heute nicht zum Reden und zur Anpassung aufgelegt und so fahre ich an den Bergen immer einen Gang höher um alleine zu sein. Immer wieder wechselt die Vegetation an den Seiten. Gegen Mittag rücken die Berge wieder näher an die Straße und alles in in graubraun gehüllt. Bei Chesmeh Khan haben wir die Provinz Golestan und damit auch den Nationalpark verlassen. Das saftige grün der hohen Bäume tat sehr gut. In der nachfolgenden Provinz Khorasan ist wieder brau, grau wenig grün angesagt. Ab Ashkhaneh geht es dann zu Beginn gemächlich bergauf. Ein Seitenausläufer des Koppe Dag Gebirges gilt es heute noch zu überwinden, dann erreiche ich Bojnurd. Wie so häufig habe ich mich von Matthew am Berg abgesetzt und fahre mein eigenes Tempo. Hinter ihm finde ich weder auf der Ebene, noch am Berg meinen Rhythmus. Es ist ein quälender, länger Aufstieg bei sengender Hitze. Da ich mittlerweile so weit gepowert bin, dass ich über Tag mit wenig Wasser auskomme, nutze ich es am Berg zur Abkühlung für den Kopf. Obwohl das Wasser ziemlich warm ist, stellt sich doch ein gewisses Wohlgefühl ein. Wie immer lauert hinter jeder Kurve eine weitere Steigung und der Scheitelpunkt lässt recht lange auf sich warten. Da wir heute fast auf Nullniveau gestartet sind wird die Passüberfahrt bei 1485 m doch ziemlich hart. Auch eine Baustelle, die Fahrbahn ist wechselseitig auf einer Spur befahrbar, muss ich noch überwinden. Wieder erlebe ich die Rücksichtslosigkeit mancher Autofahrer, die in der Bauspur noch überholen und ohne Skrupel auf mich draufhalten. Ich fluche lauthals, helfen tut es wenig. Endlich geht es dann gegen 14:00 Uhr in schöner Abfahrt nach Bojnurd hinein. Der erste Store ist meiner und ich schütte das kalte Fruchtgetränk in mich hinein. Zwei Eis bringen zusätzliche Abkühlung. Mit der Visitenkarte des Travelagent finden wir auch schnell sein Office und werden dort sofort mit Hilfsangeboten überschüttet. Der erste Radladen wird uns von einem Bekannten gezeigt, ist aber nicht der richtige. In der Zwischenzeit taucht auch der Agent auf und bringt uns zu seinem Freund, der ebenfalls einen Radladen betreibt. Hier finde ich endlich Alupedalen für 320.000,00 Rial ca.10€ und bauen mir diese schnell selber an. Hoffentlich in besserer Qualität als die vorherigen Made in Iran Teile. Ein Geschäftspartner des Agent ist mit im Auto und biete uns Lunch, Shower und Schlafplatz an. Alles läuft wieder nach gewohnter iranischer Herzlichkeit ab.

Touristenmoschee in Bojnour

Touristenmoschee in Bojnurd

Zum Abend hatten wir wieder auf den letzten Kilometern Gegenwind. Tagsüber bot die Landschaft wenig Abwechslung, lange Strecken nur geradeaus, seitlich der Straße wenige Felder, viel brauner Sand. Gegen Abend finden wir in Quchan nach langem Suchen und verursachten Menschenaufläufen ein übles Hotel mit arg stinkende Toilette. Wir hatten das Hotel nicht gefunden, da diese alle auf Farsi beschriftet sind. Nach dem Duschen, auch zu bewerten mit minus 5!!! Sternen, machen wir uns auf die Suche nach einem Restaurant. Wir laufen alle Hauptstraßen runter und wieder rauf und finden nur Fastfood-Kneipen. Verzweifelt landen wir in einer die Pizza anbietet. Am Ende zahlen wir für die überteuerten TK-Dinger auch noch 300.000,00 Rial. Zurück im Hotel lege ich mich hin, will noch schreiben aber schlafe sofort ein. Es ist 20:00 Uhr.
19.05.2015 – 90. Tag Yeeeehhhhhh, Ankunft in Mashhad Heute Vormittag war der Radreisegott nicht auf unserer Seite. Bis Chanaren also die ersten 70 km hatten wir strammen Gegenwind. Durch Windschattenfahren ging es einigermaßen. Gegen 14:00 Uhr zur Mittagspause zogen ein paar Gewitterwolken an uns vorbei, die aber keine Abkühlung bzw. Regen brachten. Die Zeit verging auch nicht durch den Seitenblick in die Landschaft, denn dort gab es nichts zu sehen. Öde Gegend und wenig grün. Gehupt wurde wieder viel und kräftig. Ab der Mittagspause verloren wir dann den Wechsel-Rhythmus. Ich wollte und werde meinen Rhythmus beibehalten und so zog ich dann alleine gegen den Wind meine Kilometer. Vielfach sah ich Erdhörnchen am Straßenrand weghuschen, leider auch viele auf der Straße platt gefahren. Die Ziegen-/Schafherden wurden in den letzten Tagen auch größer. Die lange Einfahrt nach Mashhad verlief im Chaosverkehr bei dem ich mehrere Male echt Glück hatte nicht umgefahren zu werden. Mein Adrealinpegel erreichte zwei Mal Endmass. Gegen 18:00 Uhr erreichten wir Mashhad und erfrischten uns mit Eis und kühlenden Getränken. Ein Hotel für 125.000,00 Rial die Nacht, war auch schnell gefunden. Schlafenszeit um 22:00 Uhr. SCHÖN!!!!!

Mashhad, Moschee im heiligen Bezirk

Mashhad, Moschee im heiligen Bezirk

Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar abzugeben.
Menü