Seit dem 11.04.15 bin ich nun aus Cap Town zurück in Istanbul. Für mich ist es immer wieder faszinierend wie mittlerweile das Reisen durch bzw. um die Welt funktioniert. Wie beschwerlich hatten es doch da die Entdecker, allen voran A. Humboldt. Welche Energie, Kraft und Begeisterung muss ihn angetrieben haben diese Strapazen auszuhalten und dabei noch so viel Wissenswertes für uns zu erfassen. Ich fliege innerhalb von ein paar Stunden an das südlichste Ende eines Kontinents. Steige aus dem Transportmittel, in den Mietwagen, treffe meine Freunde die aus Deutschland eintreffen u. fahre an den Strand.image

In den Tagen in Cap Town konnte ich mir natürlich auch einen kleinen Eindruck über Südafrika als Land machen. Natürlich ist Cadp Town nicht der Spiegel für das gesamte Land. Spannend ist es aber allemal u. ich werde auf jeden Fall noch einmal mit dem Rad dort unterwegs sein.

Cap Town
Cap Town

Natürlich bin ich auf den Tafelberg, natürlich wie es sich gehört nicht mit der Seilbahn, sondern den mit 2,5 h angegebenen fussläufigen Aufstieg in 48 min.imageHerrlich nach Tagen des Nichtstun Kreislauf  u. Lungen bis an das maximale Level zu treiben, bei jeden Tritt zu pumpen u. mit  dem Schweiß  alles aus dem Körper zu treiben. Ja und natürlich habe ich den Abstieg auch wieder ohne Seilbahn mit dem Höhenquerweg in 1,5 h gemacht. Es war herrlich, anstrengend u. an den nachfolgenden Tagen äußerst schmerzhaft für Muskulatur. Die Freundlichkeit der Menschen in diesem Teil der Welt hat mich auch mal wieder beeindruckt. Auch Cap Town ist kein Dorf, auch dort leben Mill. Menschen, hier auch noch völlig verschieden in Religion, Hautfarbe u. Besitzstand. Aber keiner reagiert im Stau aggressiv, es wird sich sofort entschuldigt u./ o. bedankt, sollte mal etwas verquer laufen.

imageDumm ist nur, dass alle beim Autofahren auf der ” falschen Seite ” im Auto sitzen u. auf der linken Seite fahren. Das wird dann noch ein Spaß mit dem Rad. Ick freu mir jetzt schon ! Cap Town ist, was ich bis jetzt gesehen habe wirklich eine landschaftlich reizvolle Stadt. Berge steigen aus dem Nichts steil empor, unmittelbar davor das Meer u. wenige Meter im Landesinneren Grün, Wälder u. sanfte Hügellandschaft.

imageDie weitere Reiseplanung ist nach einigem Auf und Ab jetzt auch wieder super gelaufen. Was bin ich für ein Glückspilz Menschen um mich zu haben auf die ich mich immer wieder in den unterschiedlichsten Situationen verlassen kann. Ein Beispiel ….der turkmenische Konsularmitarbeiter, nur seinen Urlaub (ich gönn’s ihm) im Kopf, nahm meinen Pass+Visaantrag entgegen und meldete sich bis zu 30.03. nicht mehr, so klappte der geplante Transport nach Cap Town nicht, da die Bearbeitung zum vereinbarten Datum nicht erledigt war bzw. die Agentur gar nicht an den Pass kam. Viele Telefonate später war alles neu geplant u. der Pass sollte per Paketdienst nach Istanbul ins Hotel geliefert werden. Allerdings klappte das dann auch wieder nicht, da die Chinesen für das Visum auch noch Sonderwünsche anmeldeten. Also wieder Neuplanung. Meine Freundin hat dann am Ende den Transport persönlich übernommen, was mir natürlich sehr freute. So hatten wir noch fast drei Tage gemeinsam in Istanbul.

imageAus Istanbul geht es nun weiter Richtung Iran. Ich werde endlich am 14.04.15 wieder aufs Rad steigen. Ich hatte ja die vielen Tage in Istanbul Zeit fast in jede Gasse, hinter jede Ecke zu schauen. Gefühlt habe ich auch das auch gemacht. Erfahren habe ich dabei allerdings auch, dass ich nicht über die großen Bosporusbrücken mit dem Rad komme, da diese für Fußgänger / Radfahrer gesperrt sind. Es gab wohl von diesen Brücken zuviele Selbstmordversuche. Nun muss ich dann einem Transportmittel Vertrauen, was wie meine Freunde wissen. Mir überhaupt nicht liegt. Ich muss mit einer Fähre rüber auf die asiatische Seite. Puh, hoffentlich ist der Bosporus nett zu mir. Leider reicht bereits, wie bei meiner letzten Bootsfahrt auf einem Binnensee schon Kleinstwellen für meine Seekrankheit. Naja Augen zu, in eine Ecke verkriechen und durch.

Es gibt keine Hilfe gegen derlei Uebel; man muß sie eben ertragen.“ Twain, Mark. „Meine Reise um die Welt.“ 

Von da ab geht es dann immer Richtung Osten an die iranische Grenze.

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