19.09. –  24.10.2015     213. – 248. Tag

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einmal rundherum

Ankunft in Taiwan / Taipei

Ich komme am späten Nachmittag auf dem weit außerhalb von Taipei gelegenen Airport an. Was mir sofort auffällt ist die Rücksichtnahme, Ruhe und Freundlichkeit der meist Taiwanesischen Reisenden. Niemand drängelt, keiner schreit über zig Meter Entfernung jemanden etwas zu, vielen steht ein breites Lächeln im Gesicht und alle bewegen sich rücksichtsvoll. Das habe ich von den Festland-Chinesen anders in Erinnerung.

Taiwan, ehemals Formosa, das sich bereits 1949 vom kommunistischen China lossagte, ist natürlich schon länger als “Rot China” ein modernes und seit den 1980iger Jahren, demokratisches Land. In den 1970er Jahren hatte man dort eine Industrie aufgebaut, während China immer noch ein weitgehend ländliches und armes Land war, das mit den von Mao Zedong angerichteten Zerstörungen zu kämpfen hatte. Das hinsichtlich des Pro-Kopf-Einkommens sehr wohlhabende Taiwan leidet nicht unter der extremen wirtschaftlichen Ungleichheit und der Umweltzerstörung, die Chinas Zukunft zunehmend verdunkelt.“

Auszug aus: Pankaj Mishra. „Begegnungen mit China und seinen Nachbarn.

“Heute besitzt das 23 Millionen Einwohner zählende Land eine große und gebildete Mittelschicht. Dennoch ist Taiwan weder Mitglied der Vereinten Nationen noch anderer internationaler Organisationen. Selbst Staaten, die jahrzehntelang diplomatische Beziehungen mit Taiwan unterhielten, haben die Insel zugunsten Chinas aufgegeben. Die demokratisch gewählten Führer Taiwans sind in den meisten Ländern nicht willkommen.
Die Taiwanesische Kulturministerin beklagt. »Früher hielten wir China für ein rückständiges und isoliertes Land«, »Heute ist Taiwan isoliert, wenn auch nicht aus eigener Schuld. Das macht mich sehr traurig.«

Auszug aus: Pankaj Mishra. „Begegnungen mit China und seinen Nachbarn. 

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symbolhaft für die Taiwanern….

Nach einer kurzen Irritation, ich stehe am falschen Gepäckband, zeigt mir sofort ein freundlicher Airport-Mitarbeiter wo mein Gepäck wirklich ankommt. Erkundigt sich dann noch, ob alles vollständig und unbeschädigt angekommen ist und wünscht mir einen angenehmen Aufenthalt in Taiwan. Ich bin ziemlich erstaunt über diese natürliche, nicht aufgesetzte Freundlichkeit.

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diesmal doch recht umfangreiches Gepäck

Auch bei der Suche nach einem Shuttle um nach Taipei zu kommen, steht mir sofort ein Airport-Mitarbeiter zur Seite. Es ist nicht ganz leicht mit dem sperrigen Gepäck den richtigen Shuttlebus zu finden, denn natürlich nimmt nicht jede Buslinie mein Sperrgepäck mit. Aber auch hierfür finde ich schnell eine Lösung bzw. das richtige Transportmittel.

Der Airport liegt doch relativ weit draussen und es dauert gut 45 min bis ich in Taipei Main Station, im Zentrum, ankomme. Es ist mittlerweile doch bereits dunkel und so stehe ich erst einmal etwas irritiert in dem Gewirr von Wolkenkratzern, Betonbauten, Marktständen und quirlig, beschäftigten Menschenmassen. Von allen Seiten schlägt mir die, mit für mich fremdartigen Zeichen übersäte Leuchtreklame, entgegen. Pulsierendes, asiatisches Nachtleben mit seiner unendlichen Vielzahl an Markt-/Eßständen und Garküchen schlägt mir entgegen. Es scheint mir , dass alle Einwohner Taipei’s auf der Strasse sind und trotzdem verspüre ich keine Hektik, keine Rücksichtslosigkeit. Die Menschen sind unterwegs, essen, unterhalten sich, ja aber sie sind do ch auch sehr gelassen. Es ist nicht wie auf dem chinesischen Festland, wo ich bei jeder Gelegenheit mit verschlossenen Gesichtern angeglotzt wurde, aber nie, oder selten, angesprochen wurde. Hier sehe ich in freundliche, offene lächelnde Gesichter. Die Menschen winken mir zu, fragen wo ich herkomme, sind höflich, machen mir Platz, wenn ich mit meinem Gepäckberg nicht weiter komme.

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unüberschaubare Werbung

Schnell finde ich ein passendes Hotel, stelle meine Sachen ab. Neugierde, Hunger und die ersten Eindrucke im nächsten, neuen Land treiben mich noch einmal auf die nächtlichen Strassen.

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unendliche Vielfalt an Essen

Eine angenehme Wärme verbunden mit einer Vielfalt für Gerüchen  schlägt mir entgegen. Ich laufe kreuz und quer durch die kleinen Gassen, probiere an den zahllosen Garküchen fremdartige Speisen, die mir immer mit einem breitem Lächeln angeboten werden. Schmeckt es, setzte ich mich auf einen der kleinen Hocker zu den Leuten und schlinge eine grosse Portion in mich rein.

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“Taipei-Ente” lecker

Zufrieden, satt und müde falle ich zu später Stunde in mein himmelweißes/ -weiches Bett, wundervoll!

Ausschlafen, ausgiebig duschen und dann in Ruhe einen Frühstücksplatz suchen, so beginnt der kommende Tag. Am Abend hatte ich beschlossen einige Tage in Taipei zu verbringen, mir doch einmal wieder etwas mehr Ruhe und Erholung zu gönnen.

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Strassenschluchten mit Parkplätzen, nur für die Millionen Mopeds

So lasse ich mir in den kommenden Tagen Zeit, nehme nicht die U-Bahn oder einen der zahlreichen Busse, sondern erkunde die nähere und auch weitere Umgebung und die Sehenswürdigkeiten zu Fuss. Laufe durch alte, historische Stadtteile. Auch durch alternde, sichtlich dem Verfall preisgegebene Stadtlandschaften. Wie so oft in den Metropolen dieser Welt warten hier wohl auch Investoren nach erfolgreichen Korruptionsaufwendungen auf ihre Gelegenheit.

Von jedem Punkt meiner täglichen Stadtwanderungen ist allerdings, für mich auch als Orientierung nutzbar, das zweithöchste Gebäude der Welt, Taipei 101, sichtbar. Mit seinen oberirdischen 101 Stockwerken und damit 508 m Höhe, sowie weiteren 5 unterirdischen Etagen, ist es ein echt imposantes Bauwerk.

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Taipei 101, von überall in der Stadt weithin sichtbar

Bei meinen mehrfachen Besuchen des Konfuziustempels, insgesamt umfasst die Anlage sechs Gebäude, fällt mir immer wieder die doch insgesamt symbolhaftere, farbenprächtigere und verspieltere Darstellung des Buddhismus auf.  Anders als in Südkorea und/oder in Japan werden hier in Miniaturdarstellung Szenen aus dem Leben des Konfuzius, aus der Geschichte des Buddhismus, dargestellt. Es ist hier komplett doch eine andere Form der Darstellung des Buddhismus, die sich näher an der indischen Basis orientiert.

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reichhaltige, buddistische Dachsymbolik

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einer der Haupttempel der Anlage

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reichhaltige, geschichtenerzählende Wandbilder

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in diesem schmuckreichen Ofen wird für die Ahnen symbolhaft Geld (nicht wirkliches) verbrannt.

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Darstellung des Konfuzius

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Miniaturszenen

Anders als im kommunistischen China, konnten die Menschen in Taiwan zu jeder Zeit ihrer gewählten Religion, ihrem Glauben nachgehen. “Mao’s rote Garden” haben während der Kulturrevolution mit staatlicher Duldung fast 90 % der buddhistischen Tempel vernichtet, ganz zu schweigen von den Millionen Toten die dieser Diktator zu verantworten habe.

In Asien haben die Menschen einen anderen Lebensrhythmus. Wenn  möglich werden alle Aktivitäten in die angenehmen, kühleren Abendstunden gelegt. So entstanden die regionalen Nachtmärkte. Zu finden sind sie in Taipei in jeder Form und Größe und natürlich habe ich die Märkte auch täglich zur Essenbeschaffung genutzt.

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Die Vielfalt an Gemüse und….

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vor allem Fisch ist schwer zu übertreffen

Immer wieder werde ich gebeten zu kosten und komme diesen freundlichen Aufforderungen immer wieder gerne nach. An jeder Ecke finde ich ein noch umfangreicheres, immer absolut frisches Angebot an Lebensmittel.

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frischer, butterweicher Knoblauch

Es duftet nach frischem, echtem Koriander, frisch geschältem Knoblauch und allen denkbaren Curry Variationen.

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frischer und appetitlicher geht es nicht

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bis spät in die Nacht wird immer wieder alles frisch angeboten und zubereitet

 

Irgendwann muss ich dann aber auch wieder weiter.

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ohne Transportschäden den Flug überstanden

Ich habe mich mit James in Hualien verabredet. James ist Neuseeländer, lebt in Taiwan und war als Fernradler von England bis nach Teheran mit dem Rad unterwegs. Aus gesundheitlichen Gründen, musste er dann allerdings in Teheran seine Tour abbrechen. Wir hatten uns in Iran bei einem gemeinsam genutzten Warmshower-Host kennengelernt.

James und seine Freundin Penny sind in ihrer Freizeit viel in den Bergen auf Taiwan unterwegs und so auch bei meiner Ankunft. Also suche ich mir noch einmal ein Hostel und feiere mit dem Jungvolk eine ausgiebige Geburtstagsparty.

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wie überall symbolhafte Gesten

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und ausgelassene Lebensfreude

Es wird ein langer Abend und eine kurze Nacht, denn am kommenden Morgen holen mich James, Penny mit einigen Freunden frühzeitig zu einer Tour in die Berge ab.

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kühle Bergluft und erfrischendes Wasser

Viele erholsame und abwechslungsreiche Tage verbringe ich gemeinsam mit James und Penny. Jeden Tag mit neuen Unternehmungen in die nahe und ferne Bergwelt. Taiwans Bergwelt teilt die Insel in Nord-/Südrichtung und nur die beiden Küstenbereiche, die West- und die Ostseite sind dicht besiedelt.  Das Gebirge ragt an der Ostküste steil in den Himmel und ist so für die Bewirtschaftung ungeeignet. Dadurch allerdings konnte die raue, wilde Natur erhalten bleiben.

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im Marokko National Park

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wilde Bergwelt mit tiefen Schluchten,…

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ungezähmter Wasserkraft,…

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heißen, wirklich sehr heißen Thermalquellen und

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erstaunlicher Strassenführung

Weit oben in den Bergen besuchen wir mit den zwei Mopeds eine Tempelanlage mit angelassenem Kloster. Es sind schon beeindruckende Kulissen in der Bergwelt von Taiwan zu finden und immer wieder beeindruckt mich die Ruhe an diesen Orten.

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weit oben in den Berghängen sind immer wieder Klosteranlagen zu sehen

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originale Klosteranlage….

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vor rauer Bergkulisse

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Wunderschöne Tag gehen zu Ende. Ich will und muss dann aber weiter auf meiner Reise. Am Abend gibt es für mich noch einen großen Schreck, für James ein wöchentliches Ereignis. Es donnert, der Tisch die Erde wackelt. Ein kleines Erdbeben.

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Penny & James, die lieben Gastgeber

 

Ich fahre nun Richtung Süden an der wenig besiedelten Ostküste entlang.

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selten, um so willkommener Schatten

Schlafe jede Nacht mit entsprechender Lagerfeuer -Romantik mit Strand.

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es gibt wenig schönere Abende …

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als vor diesem Hintergrund

Im Verlaufe der Woche hat die Tageshitze wieder ziemlich arg zugenommen. Je weiter ich dann an die Südenspitze Taiwans komme nimmt auch der stürmische Wind kräftig zu. Der nächste Taifun soll über Taiwan hinweg gehen.

Gegen Mittag nimmt der Wind orkanartige Stärke an und ich bin so ziemlich an der Südspitze von Taiwan. Die Strasse ich ungeschützt und entsprechend stark fegt der Wind in Böen über sie hinweg. Eine dieser Orkanböen kann ich nicht mehr aussitzen und fliege in den Graben. Noch im Flug denke ich, na hoffentlich bleibt das Rad heil. Unten angekommen wühle ich mich erst einmal unter dem Rad hervor, merke nur kurz den Schmerz in meiner Hand und schaue mir sitzend das Rad an.

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zum Glück bleibt am Rad alles heil, bei mir….. naja

Zwei herbei eilende Taiwaner helfen mir das Rad auf die Strasse zu heben und zu dritt halten wir das Rad im Sturm auf der Strasse fest. Nichts ist gebrochen, verbogen oder sonst wie schwerwiegend defekt. Lediglich der Lenker und der Sattel habe sich gedreht. Wirklich beeindruckt bin ich von dem Wind. Mit welcher Kraft die Natur mir doch immer wieder deutlich macht wie klein, wie schwach wir Menschen doch sind. Und doch denkt der Mensch doch immer er könnte die Natur bezwingen. Den restlichen Weg über die Passhöhe schiebe ich das Rad und gehe somit kein weiteres Risiko ein. Schwer genug ist es auch so allemal auf der Strasse zu bleiben.

Taiwanern sind begeisterte Radfahrer und so kommen wir an den Wochenenden immer viele Radiergruppen entgegen, winken begeistert und lassen sich von meiner Reise berichten. So treffe ich an einem Tag in den Bergen eine junge Taiwanerin. Ich hatte sie  zuvor bereits mit ihrem Radgespann an einem Minimarkt gesehen, habe dann Pause gemacht und mich lange mit einem französischen Radlerpaar unterhalten. Nun steht sie ziemlich entkräftet an den Leitplanken, hat aber immer noch ein frohes, zufriedenes Lächeln im Gesicht.

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entkräftet aber lächelnd

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gemeinsam erreichen wir die Passhöhe

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glücklich über die Hilfe ist die Verabschiedung

Sie hat sich die Ausrüstung von ihren Eltern zum Geburtstag schenken lassen und die Tour hat sie sich selber geschenkt. Na und da kommt mir spontan die Idee, dass ich ihr ein wenig Motivation und meinen Windschatten schenken werde und so klemmt sie sich mit ihrem Gespann hinter mich und wir erreichen nach 1,5 h gemeinsam die Passhöhe. Übrigens auf meine Frage, was sie denn da alles in dem Anhänger hat, muss sie laut lachen und meint, “…kein Zelt, kein Schlafsack, nur so Frauensachen…” Ihr Lachen steckt an und ich frage nicht weiter nach….!

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warme Luft, starker Wind, dicke Regenwolken und dazu dann der Regenbogen, alles da

Den dritten Tag in Folge ist nun den ganzenTag über dieser starke Wind. Ich kämpfe mich über die Berge und nutze dabei immer wieder Nebenstrassen. Der Wind / das Meer bringt riesige Wellen mit lautem Getöse an den Strand.

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weite, menschenleere Strände

In der nächsten Ortschaft treffe ich ein deutsches Ehepaar und wir unterhalten uns ziemlich lange über ihre und meine Reisen. Schön einmal wieder deutsch sprechen zu können.

Am Ortsausgang finde ich noch eine schöne Garküche, werde zum Bier eingeladen und lasse mir ein Gericht von den anwesenden Männern empfehlen. Die haben schon tüchtig dem Bier zugesprochen und sehen mit ihren, vom Fürchte (??) kauen, schwarzen Zähnen ziemlich gruslig aus.

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…aber er war wirklich lieb….

 

Die Nacht am Strand war herrlich. Ich konnte noch baden, dann Feuer machen und mir etwas kochen.

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Abendstimmung,…

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mit Militärbunker

Heute Morgen bin ich zeitig auf der Strasse und schaue mir noch einmal das Rad an. Ich schaue allerdings nicht alleine. In den Bäumen über mir sitzt eine Affenhorde und schaut ebenfalls. Allerdings wohl nicht auf das Rad sondern eher auf mich.

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Affen, immer neugierig

Die Westküste ist wirklich nicht sehenswert. Vorherrschend sind ausschliesslich Fischzuchtteiche und Mastställe. Es stinkt ziemlich und alles ist dicht besiedelt. Es herrschen “chinesische Verhältnisse”. Reisfelder sind nicht zu sehen. Jede noch so kleine Fläche ist mit einem Teich belegt. Auf den Teichen fahren Flösse mit Wasserrädern die etwas Sauerstoff bzw. Bewegung in die stinkende Brühe bringen sollen. Also bitte merken! Fisch aus Taiwan. NICHT ESSEN !!! Viel Chemie. Tagsüber und am Abend regnet es leicht. Immer wieder schaue ich zum Himmel, doch glücklicherweise ist von dem Taifun nichts zu sehen. Die Nacht verbringe ich in einem Orangenhain. Es ist schwer eine etwas sichere, nicht einsehbare Stelle zu finden, da auch viele Fläche für den Anbau von Gemüse genutzt wird. Doch jetzt bin ich zufrieden mit dem Zeltplatz.

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Orangenhain, leider abgeerntet

Ich fahre auf Empfehlung noch einen weiten Bogen hoch über die Berge zum Sun Moon Lake. Es geht wieder hoch in die Berge und immer wieder stelle ich mir die Frage, muss ich mir das nun wieder antuen? Doch weiter trete ich die Berge hoch und will ich mir doch noch den See ansehen. Leider ist von Sonne, Mond und dem See wegen des Nebels und der Tageszeit nicht viel zu sehen. Auch die vielen chinesischen Reisebusse mit den sich daraus ergiessenden “Knipps-Touristen” machen den Ort nicht wirklich reizvoller. Schnell umrunde ich den See an seiner rechten Seite und mache mich an die Abfahrt. Steil und schnell geht es bergab.

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Kuriositäten am Strassenrand

Mit der Ankunft in Kaohusong geht dann meine Rundreise in Taiwan dem Ende entgegen.

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eine moderne Stadt im Süden von Taiwan

Das nächste Land, die Philippinen, warten auf mich. Mir bleiben noch zwei Tage um alles für den Weiterflug zu regeln. Die Reihenfolge meiner Aufgabe konnte ich mir in den letzten Stunden sehr genau überlegen. Ich muss meinen Flug buchen, mein defektes Notebook reparieren lassen, einen Karton und Verpackungsmittel für das Rad besorgen, mir die Strecke zum Airport anschauen, die notwendige Zeit für die Fahrt dorthin kalkulieren und dann ein Hotel. Der Flug geht um 07:00 Uhr. Um 04:00 Uhr morgens fahre ich im Dunklen durch die noch schlafende Stadt. Einige Nachtschwärmer sind noch und einige Frühaufsteher schon, unterwegs. Es ist angenehm kühl und unter Missachtung der Ampelsignalfarben, machte aber auch wirklich keinen Sinn darauf Rücksicht zu nehmen, bin ich in der geplanten Zeit dann auch am Airport. Verpacke routiniert mein Rad, muss lange am CheckIn-Schalter über mein Übergepäck diskutieren, dann doch 160 $ extra bezahlen und gehe etwas missgestimmt durch die weiteren Kontrollen.

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