29.06.- 17.07.2015

Chinesische Kinder werden nicht schlafen gelegt. Sie können sich in Anwesenheit aller Reisenden ins Koma schreien, spielen, toben. Dabei spielen die Eltern eine Nebenrolle. Sie beobachten das Ganze, zeigen aber zu keiner Zeit Grenzen auf. In meinem Wagen waren zahlreiche dieser kleinen Einkind-Familie-Tyrannen vorhanden. Und in meinem Abteil wohl die agilste Tyrannin ihres Alters. Sie hält ihre Eltern bis 00:30 Uhr in Trab, indem sie in kurzen Abständen oben oder unten auf der Liege toben will.

FullSizeRender 30
Vier Personen, keine Tür

Natürlich geht auch die Unterhaltung zwischen den chinesischen Reisenden über weite Entfernungen im Wagen bis weit in den Morgen. Rücksicht auf Andere, gleich Null. Die anwesenden chinesischen Männer ziehen in gewohnter Manier lautstark ihre Rotze hoch und spucken diese in alle erdenklichen Gefäße. Lautes Schmatzen mit weit geöffneten Mund gehört für die Männer beim Essen dazu. Das unverhohlene Anschauen, Begaffen, dass Null-Distanzverhalten hat sich in den Jahren seit meiner ersten Reise nicht geändert. All das veranstalten die wohlgemerkt die Han-Chinesen. Reisende von chinesischen Minderheiten sind im Zug nicht zu sehen. Schaue ich auf mein Telefon, steht auch schon im selben Moment mindestens ein Chinese neben mir und schaut mit drauf. Schamgefühl, eine zu akzeptierende Komfortzone…? Null!!! Was ich mir nun in diesem Fall angewöhnt habe, eine direkte Ansage in deutsch mit 20 cm Gesichtsabstand, den Blick auf sie in keinem Fall abwenden, bringt sie in dann in Verlegenheit und sie wenden den Blick aus meiner Privatsphäre ab. Ich sprach auch mit anderen Fernradlern darüber und wie treffend hat es doch Simon zusammengefasst:” Hatte auch bessere Zeiten als die in China. Weiss auch nicht was bei denen in der Birne falsch läuft.”

In allen andere Fällen helfen Ohrstöpsel, ermöglichen mir noch eine ruhige Nacht. Am frühen Morgen steht dann plötzlich der messerverantwortliche Schaffner lautlos neben mir und reichte mir unauffällig mein Messer. Flüstert, deutet an, bitte nicht benutzen und verschwindet wieder. Häh, habe ich das jetzt geträumt, nein ich habe es wirklich zurück und verstecke es auch gleich ganz nach unten in der Tasche. Hoffentlich kommt keine weitere Kontrolle!!!

12:44 Uhr soll der Zug in Turpan ankommen. Das heißt nach 17 h Zugfahrt, dann 7 h warten, puh!!! Hoffentlich transportieren sie auch mein Rad zeitnah. Dummerweise, fiel mir heute Nacht ein, das ich einiges Geld in einem Versteck im Rad gelassen habe. Na, positiv denken, …. Essstäbchen schenken!

Seitdem es hell ist und ich mitunter aus dem Fenster schaue, fahren wir gemächlich durch wüstenähnliche Landschaft. Die vorherrschend Farbe ist grau in den Schattierungen hell-/ mittel- und dunkelgrau. Alles ähnelt sehr einer Zementfabrik ohne Umweltschutz. Ich sehe Fabrikanlagen inmitten dieser trostlosen Landschaft im Nichts stehen und dicke, graue u./o. schwarze Abgase ausstoßen. Weit am Horizont sind Gebirgsketten zu erkennen. Davor bis zu den Bahngleisen erstrecken sich graue Geröllfelder, durchzogen von trockenen Schmelzwasserläufen. Dicke Mauern, Steinwälle und Umleitungsgräben sollen das Schmelzwasser umleiten u. den Bahndamm schützen. Menschen sehe ich fast keine.

Irgendwann in der Nacht wurde wohl auch die Lok getauscht. Gestartet sind wir mit zwei Dieselloks, jetzt ist die Strecke elektrifiziert. Der Schlafwagenschaffner hat mich rechtzeitig geweckt u. die Plastikkarte wieder gegen meine Fahrkarte getauscht. Pünktlich rollen wir in Turpan ein. Jetzt gilt es das Messer durch die Kontrolle zu bringen. Ich laufe nicht der chinesischen Reiseherde hinterher, sondern schaue mich nach einem Eingang zum Wartebereich um. Weit hinten im Bahngebäude steht eine Tür offen und ich schleppe meine Sachen dorthin. Ha ja, natürlich ist es nicht erlaubt dort durchzugehen. Drei Uniformträger versperren mir den Weg. Wieder diese herablassenden Gesten zu verschwinden und den Herdenausgang zu benutzen. Ich lasse nicht locker und schaue den in der Mitte der Tür stehenden Oberarroganten ins Gesicht und wiederhole seine abfälligen Gesten. Es hilft. Sie einigen sich untereinander, teilen sich wahrscheinlich wegen der Nichtbefolgung der Anweisungen die Parteistrafe, und lassen mich passieren.

Leider folgt mir einer dieser Vasallen und bringt mich zur Sicher-heitskontrolle. Hinter dem Röntgengerät sitzen fünf!!! Frauen in Uniform. Ich hatte das Messer in eine der kleinen Radtaschen ganz nach unten gelegt. Schnell drehe ich die Tasche so, dass das Messer unten auf dem Rollband liegt und …?… halte die Luft an! Es klappt, die Tasche geht durch. Nun haben sie allerdings das kleine Messer in der Bauchtasche gefunden. Auch verboten, wird mir mitgeteilt. Ich zücke meine Fahrkarte von Kashgar nach Turpan, zeige der versammelten Sicherheitselite diese und mache ihnen gestenreich deutlich, dass das Messer bei der Kontrolle in Kashgar kein Problem war. Oh, nun haben sie ein Problem! Was nun? Natürlich trifft keiner der nun schon sechs Kontrolleure eine Entscheidung. Ein höherer Schnüffler wird gerufen und dieser erklärt mir, dass das Messer verboten ist. Ich erkläre ihm, dass das ja wohl nicht zutrifft, denn in Kashgar war es ja erlaubt. Oh, die Probleme für die Vasallen werden nicht weniger. Nun will er meinen Pass und die Fahrkarte sehen. Blättert unwissend, weil er sicher gar nicht weiß nach was er suchen soll,  in dem Pass rum. Im Gesicht erkenne ich wachsende Unsicherheit. Sein Blick richtet sich auf mich und er gibt mir zu verstehen, dass ich das Messer nicht am Körper tragen darf. Schön, neue Anweisung, der ich sofort nachkomme, ihm umgehend den Pass, die Fahrkarte und das Messer aus der Hand nehme. Das Messer in die Waschtasche stecke, den Pass mit Fahrkarte in die Hose, das ok-Zeichen mache, mich umdrehe und in den Wartebereich verschwinde. Alle schauen mir verdutzt hinterher. Sicher aber auch erleichtert, dass sie mich endlich los sind. Festzustellen ist,  das sich das Konzept wuwei des Kaisers Jingdi (188-141 v. Chr.) fest in der heutigen chinesischen Han-Gesellschaft verwurzelt hat. !!! NICHT (selbst) HANDELN, NICHT EINMISCHEN !!!

P1050819

Ich tauche in die Masse der Wartenden ab und kaufe mir nach einiger Zeit Kuchen und eine Dose Trockennudeln. Heißes Wasser gibt es aus Automaten. Für einen Kaffee reicht die Wassertemperatur auch und so kann ich in Ruhe etwas essen. Vor nunmehr 23 Jahren war ich ja bereits schon einmal mit dem Rad in China unterwegs. Damals gab es noch überall brühend, heisses Wasser aus großen, bunten Thermoskannen. Der Fortschritt hielt in der Zwischenzeit Einzug und jetzt gibt es überall Heißwasserautomanten. Ja, das hat wirklich etwas Gutes, denn so kann man sich überall eine heisse Suppe machen und es gibt immer saueres Trinkwasser, wenn auch erst nach dem stundenlangen Erkalten.

P1050825
Verpflegung für die nächsten 24 h

Na, in Ruhe ist nicht richtig, denn natürlich glotzen sofort alle Männer was ich mache. Ich suche mir einen aus, glotze zurück, gehe auf ihn zu und frage auf deutsch, ob ich ihm helfen kann. Sofort geht eine Hand verneinend vor den Oberkörper und die Peinlichkeit der Situation ist ihm anzusehen. Das hilft, denn nun wenden auch die anderen den Blick von mir ab.

Steckdosen zum Aufladen meiner Geräte finde ich im gesamten Wartebereich nicht. Hinter einem Verkaufsstand steht ein PC. Ich frage, ob ich mein Telefon laden kann. Die Verkäuferin lächelt, hebt die Hand und verneint laut “mei you, mei you”. Natürlich, dieser Fall ist nicht im Handbuch für nicht mit- und/oder eigenständig denkende Kioskverkäuferinnen beschrieben. Hilfesuchend blickt sie sich um. Ein Uniformträger kommt und weist auf die Auslage. Das soll heißen, ich kann ja eine Powerbank (Akku) kaufen! Mache ich dann auch und nun kann ich hinter dem Kiosk auch beide Sachen laden. Grrrrr, diese Chinesen. Individuelle und schon gar keine selbstlose Hilfe wie in vielen Ländern zuvor, ist hier nicht zu erwarten. Bevor sie helfen und ggf. so einen Fehler, etwas falsch machen, verneinen sie lieber jede Individualität. Viele Verhaltensmuster sind von Unsicherheit, ja Angst geprägt.

P1050817
es gilt eine lange Wartezeit zu überbrücken

Mit drei Stunden Verspätung, laut Ansage wegen starker Regenfälle, kommt dann gegen 22:49 Uhr endlich der Zug nach Xi’an. Wenige Fahrgäste sind noch übrig geblieben. Es gab wohl noch andere Züge die in die Richtung fuhren und so wurden diese von vielen genutzt. Dieser Zug hat nun in der Hardsleeperklasse in einem Abteil sechs Betten, jeweils drei auf jeder Seite. Wände und/oder Türen vor den Abteilen gibt es aber auch hier nicht. Ich muss allerdings anführen, dass trotzdem alles entspannt abläuft. Die Leute verhalten sich auf die Massen bezogen, in diesem Zug doch recht ruhig. Wenn ich bedenke wieviel Menschen von A über B nach C täglich transportiert werden, so funktioniert das System. Natürlich haben auch hier die Zugbegleiter, für jeden Wagen mindestens einer, das Sagen. Die chinesischen Reisenden werden angeranzt, wenn sie nicht auf ihrem Platz/Bett sitzen. Fragen werden sichtbar unwillig im Vorbeigehen beantwortet und bei jeder sich bietenden Gelegenheit gibt es weitere Ansagen/Weisungen.

P1050827
Schlafabteile, jetzt auch ohne Wände
P1050828
einen gewisse Enge, allerdings alles frisch und sauber
P1050826
es wird Nacht

Anderseits, die Wagen, der Wasch- und WC-Bereich werden ständig sauber gehalten. Es gibt auch im Zug durchgehend kochend, heißes Wasser. Auf dem Gang im Fensterbereich stehen Abfallschalen, die auch benutzt werden. Die Betten sind frisch und sauber bezogen und wenn das Licht ausgeschaltet wird, kehrt auch in der Nacht in diesem Zug Ruhe ein.

Ich bin jetzt 11 h mit diesem Zug unterwegs und allmählich, ganz langsam, ändert sich das Landschaftsbild. Zu den trockenen, sandigen Gebieten kommen Bäume, Sträucher, Gras- und Anbauflächen.

P1050829
chinesische Selbstversorgungsfelder
P1050830
zwischendurch immer wieder Industrie
P1050833
auch unter der Hochgeschwindigkeitstrasse wird jeder qm zur Selbstversorgung genutzt

Die Städte an der Strecke sehen weiterhin öde, monoton, einheitlich aus. Auf den Bahnhöfen zeigt sich natürlich überall Militär mit schwerer Bewaffnung. Im ersten Zug ab Kashgar saß sogar im Zug Militärpolizei mit Waffen im Anschlag.

Geschlafen habe ich Dank meiner Ohrstöpsel ganz gut. Kaffee und Milch aufzubereiten waren Dank des heißen Wassers kein Problem und so konnte ich meiner Gewohnheit, den Morgen mit Müsli und Kaffee mit Milch zu beginnen, frönen. Im Zug ist es jetzt doch sehr ruhig. Viele Reisende steigen aus, wenige wieder zu. Ich liege auf meiner Pritsche und plane meine nächsten Etappen bis zur Küste nach Südkorea. Ruhe und Zuversicht stellen sich bei mir ein. Ganz weit hinten in Kopf dämmert noch die Frage mit dem Rad. Na, wird schon gut gehen. Es ist ja nicht das erste Rad, dass mit einem Zug durch China transportiert wird. Obwohl es bei den Abläufen für den Transport mitunter den Anschein hat.

Andere Nationalitäten, ich hatte es ja bereits erwähnt, außer den Han-Chinesen, sind im Zug nicht mehr zu sehen. Verständlich, da sie sich gemäß Regierungsanweisungen, wie in den ProvinzenTibet und Xinjiang, über das ganze Land ausbreiten müssen, um die Minderheiten zu übervölkern und so die Masse an Reisenden darstellen. Und natürlich, was sollen die Uriguren, Kirgisen und Tadschiken in Zentralchina? Sie haben ihre Heimat in West-/Südchina und wohl auch wenig Interesse an den autoritären Han-Provinzen.

Ja, ich ereifere mich sehr gegen die Han-Chinesen, diese arrogant auftretende Machtclique. An jeder Ecke treffe ich auf die Darstellung ihrer Macht gegenüber anderen chinesischen Volksminderheiten. Allerdings erkenne ich auch wie fragil ihre Macht ist, wie sie täglich um ihre Macht fürchten. Die überall vorhandenen Überwachungssysteme (keine Gebäude, keine Platz, keine Straße ohne Videoüberwachung), die ständige Militärpräsenz, das zeigt dies sehr deutlich. Mittlerweile soll es in China pro Monat hunderte von Protestaktionen geben. Und diese beruhen nicht alle auf die Unterdrückung von nationalen Minderheiten, sondern zunehmend auf die ungezügelte Korruption der Parteikader durch die Wirtschaft. Ein Beispiel sind die Enteignungen von privaten Landsitz in Zusammenhang mit der Olympiade in Beijing. Mittlere und obere Parteikader lassen sich ohne jegliches Schamgefühl bestechen, füllen sich ungehemmt die Taschen. Nur eine Person, die das System dreister korrupten Parteimitglieder bestens verdeutlicht, ist der langjährig allgegenwärtige Bo Xilais, Sohn von Bo Yibo, der es als Parteisekretär der Stadtprovinz Chongqing auf die Spitze getrieben hat. Sie selber, die Parteikader, weisen auf eine tiefgreifende Fäulnis innerhalb des politischen Systems Chinas damit hin. Es zeigt mir wie instabil das System ist und mit welchem Aufwand sie ihren Machterhalt betreiben. Wie im Kleinen (von mir beschrieben), so gibt es auch im Zusammenleben der Völker von den Han keine Handreichungen, nur gewaltsame Unterdrückung, wenn die Minderheiten einmal aufbegehren. ( 30 Tote in der vergangenen Woche in der Provinz Xinjiang !!!).

P1050924
wie sich die Verbrechergesten doch gleichen

Irgendwann bin ich 30 h mit diesem Zug unterwegs. Insgesamt liegen dann 50 h Reisezeit hinter mir und Immer noch in ich in der Mitte von China.

Am späten Abend gibt es mal wieder eine Polizeikontrolle im Zug. Zwei Militärbeamte, weisen mit kurzen Befehlen und eindeutigen Gesten die Chinesen an ihre Ausweise vorzuzeigen. Soweit ich das nachvollziehen kann, kommt in der Kommunikation kein ” Bitte, Danke”, keine Höflichkeitsform vor. Alle chinesischen Ausweise werden gescannt und in ein mobiles Geräte eingelesen. Natürlich soll auch ich meinen Pass vorzeigen. Ich stelle mich erst einmal provokant auf Modus, …keine Ahnung was Sie von mir wollen..! Das arrogante Auftreten des älteren Militär lässt etwas nach. Er merkt, dass er doch schon anders mit mir umzugehen hat. Ich gebe ihm dann meinen Pass. Er dreht und wendet, durchblättert ihn mehrfach. Ich nehme ihm den Pass wieder ab, erkläre ihm die Daten, zeige ihm das Visa und dann sie ziehen ab. Eine halbe Stunde später kommt der jüngere der beiden Polizisten zurück, setzt sich auf ein unteres Bett und spricht mich auf Englisch an.

Huch, da bin ich jetzt aber doch ein wenig erstaunt. Er erzählt, dass er aus Kofa, die Stadt liegt in der Provinz Xiinjiang etwas südlich von Kashgar, 6 Tage mit diesem Zug unterwegs ist und dann sechs Tage frei hat. Er staunt über meinen Weg mit dem Rad nach und durch China, schüttelt ungläubig den Kopf. Ich glaube in seiner Welt, und auch in der vieler Chinesen, kommt so etwas nicht vor. Glücklich scheint er mir nicht zu sein, in seinem Job. Er macht jedenfalls einen müden, niedergeschlagenen Eindruck auf mich. Aber vielleicht liegt es auch an der langen Zugfahrt. Ich zeige ihm ein Bild von meinem Rad und oh Wunder, er glaubt es in diesem Zug gesehen zu haben. Nach seiner Schicht, so der alte Beisser nicht aufpasst, will er ein Foto machen und es mir zeigen. Mitkommen in den Gepäckwagen darf ich natürlich nicht. Seine Idee den Zugmanager zu fragen, verwirft es selber wieder. Nicht auffallen, nichts individuelles veranstalten. Hihi schön, wenn das Rad wirklich auch schon in diesem Zug wäre!!! Langsam tauen auch die Chinesen um mich herum etwas auf. Sie stellen mir Fragen, bieten mir Süssigkeiten an und lächeln halbwegs entspannt, wenn ich sie anlache. Ein chinesisches Mädchen kommt den Gang entlang, sieht mich, ist hin und weg, völlig aufgeregt, möchte ein gemeinsames Foto, blickt sich fragend nach ihrer Mutter um. Das Foto macht sie mit ihrem Smartphone und rennt dann aufgelöst weiter. Minuten später kommt sie mit ihrem trottligen Freund noch einmal zurück, stellt ihn mir vor. Nur er kann mit der Situation nichts anfangen und so verschwinden die Beiden, sie lange asiatisch winkend mit Heyheyhey-Rufen, schnell.

Lanzhou, eine der vielen chinesischen Millionenstädte, erreichen wir  gegen 18:30 Uhr. Der Zug fährt an einer gewaltigen Hochhäuser-Ansammlung vorbei Richtung Bahnhof. Eine riesige, nicht enden wollende, Baustelle. Die Stadt biete sich von Zug aus als ein grauer, schmutziger, chinesischer Einheitsbrei mit vielen Industriegebieten, dar.

Allerdings auch hier wieder auf dem Bahnsteig straffe Organisation bei der Reiseversorgung mit Essen und Getränken, und es klappt. Nach dem Halten stürzen viel Chinesen zu den mobilen Verkaufswagen, erwerben das notwendige für die nächsten Stunden, dann ein Pfiff, alles sprintet zu den Wagen, die Türen werden sofort durch die Zugeleitet geschlossen und weiter geht die Fahrt.

Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar abzugeben.
Menü